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Glossar

Dareike

Achämenidische Goldmünze. So genannt nach dem persischen Großkönig Dareios I. (522-486 v. Chr.).

Synonym: Dareikos; Doppeldareike

Dekadrachme

Eine Münze im Wert von 10 Drachmen (siehe dort).

Synonym: Dekadrachmon

Denar

Um 210 v. Chr. wurde der Denar als neues silbernes Hauptnominal in Rom eingeführt. Er galt zunächst zehn (Wertzeichen X), ab ca. 141 v. Chr. dann 16 Asses (Wertzeichen XVI bzw. Stern als Denarmonogramm). Zunächst geprägt im Gewichtsstandard von 1/72 Pfd., also ca. 4,55 g, seit vor 200 v. Chr. dann 1/84 Pfund = ca. 3,8 g. Mit der Neuordnung des römischen Währungssystems durch Augustus galt ein Aureus 25 Denare, ein Denar vier Sesterze bzw. 16 Asses. Der Denar blieb in wechselndem Gewicht und abnehmender Feinheit das vorherrschende Silbernominal in Rom für fast 500 Jahre. Unter Caracalla wurde 215 n. Chr. der Doppeldenar (sogenannter Antoninian) als nominelles Doppelstück eingeführt, und der Denar immer weiter zurückgedrängt. Seit Gordianus III. wurde der Denar nicht mehr ausgeprägt. Unter Diocletianus nahm der Argenteus zu 1/96 Pfund = ca. 3,41 Gramm, und damit dem Gewicht des Denares seit der Reform Neros entsprechend, in allerdings viel geringerer Anzahl dessen Stelle ein. Der Denar lebte seit der Mitte des 3. Jh.s n. Chr. als Recheneinheit (Rechendenar) weiter. Auch im Mittelalter werden seit der Münzreform Karls des Großen Silbermünzen als Denare (oder Pfennige) bezeichnet; eine entsprechende merowingische Silbermünze heißt ebenfalls Denar/denier. Auch Münznamen wie Dinar oder Dirhem sind vom römischen Begriff abgeleitet.

Synonym: Denarius;;denier

Didrachme

Eine Münze im Wert von zwei Drachmen (siehe dort).

Synonym: Didrachmon

Dodekadrachme

Eine Münze im Wert von 12 Drachmen (siehe dort).

Synonym: Dodekadrachmon;;Zwölffachdrachme

Doppeldenar

Das von Kaiser Caracalla (Alleinherrschaft 211–217 n. Chr.) im Jahre 215 eingeführte neue Silbernominal im Wert von zwei Denaren. Entspricht im Gewicht zu Anfang anderthalb alten Denaren (ungefähr 5 g), unterliegt aber im Verlauf des 3. Jhs. n. Chr. einem zunehmenden Verlust an Gewicht und Feinheit. Äußeres Kennzeichen sind der Kaiserkopf mit der Strahlenkrone bzw. die Kaiserinnenbüste auf der Mondsichel auf der Vorderseite. Kaiser Aurelianus versucht 274 n. Chr. eine Reform des zwischenzeitlich zur Kupfermünze abgesunkenen Doppeldenares (auch Aurelianus genannt). Die dort in Erscheinung tretenden Wertkennzeichen XX I bzw. K A (20 zu 1) sind in ihrer Bedeutung noch umstritten (gleich 20 Sesterzen bzw. 5 Denare oder doch eher Hinweis auf Feingehalt (20 unedle Teile auf eines aus Silber)). Mit der Münzreform des Diocletianus endete die Geschichte des Doppeldenares. Die Bezeichnung „Antoninianus“ (abgeleitet vom offiziellen Namen des Caracalla) ist eine moderne Schöpfung in Ermangelung einer überlieferten antiken Bezeichnung.

Drachme

Griechische Silbermünze. Eigentlich „eine Handvoll“; unterteilt meist in sechs Obole (siehe dort). Je nach Gewichtsstandard unterschiedliches Sollgewicht. Am häufigsten anzutreffen ist seit klassischer Zeit der Attische Standard mit einem Gewicht von 4,37 g je Drachme. Es sind neben dem Halbstück auch besondere Mehrfachstücke in Form von Okto- und Dekadrachmen verbreitet. Eine wesentliche und eigenständige Rolle im Wirtschaftleben spielen Didrachme und Tetradrachme, in Korinth die Tridrachme. Teilweise werden auch Bronzenominale in Drachmenwert angegeben. - Als Gewichtsangabe entsprechen 100 Drachmen einer Mine, von der wiederum 60 ein Talent bilden (also 6.000 Drachmen = ein Talent).

Dupondius

Römische Bronzemünze im Wert von zwei Assen, also ein halber Sesterz. Seit Augustus wie sein Doppelstück und im Gegensatz zu As, Semis und Quadrans in Messing ('Orichalcum') geprägt.