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Follis

Lateinisch für Beutel, auch Geldbeutel (Mehrzahl folles). Meint insbesondere in der 1. Hälfte des 4. Jhs. n. Chr. den versiegelten und damit bezüglich seines Inhalts garantierten Geldbeutel, hier mit einem Wert von 12.500 Rechendenaren. Wird heute auch als Bezeichnung für den durch Diocletianus eingeführten Nummus (s. dort) verwendet, während in der Antike „Nummus“ die üblichere Bezeichnung war. – Dagegen wird die mit der Münzreform des Anasthasius 498 n. Chr. eingeführte Bronzemünze (zunächst im Wert vom 40, 20, 10 und 5 nummi) auch zeitgenössisch als follis bezeichnet. Dieses Nominal wurde in Byzanz bis zum Beginn des 12. Jhs. geprägt.

Synonym: Folles